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Bundesweites Netzwerk von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Bundesweites Netzwerk von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Bundesweites Netzwerk von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Bundesweites Netzwerk von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Bundesweites Netzwerk von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Newsletter Juli 2024

12. Juli 2024

In den letzten Monaten und seit dem letzten Newsletter hat sich viel im Netzwerk getan. 
Unsere Veranstaltung „Landesbetroffenenräte voranbringen“ am 18. Juni hat mit zahlreicher Teilnahme und mit spannenden Beiträgen zur aktuellen Situation welche positiven Beispiele und Entwicklungen es schon gibt einen ersten Impuls gesetzt.  Nun geht es darum, die Diskussion zur Etablierung von Landesbetroffenenräten und Missbrauchsbeauftragten in allen Bundesländern weiter voranzubringen. 

Wir freuen uns darüber hinaus Euch heute von ersten Eindrücken von den ersten Treffen der im Juni und Juli gestartenden Arbeitsgruppen kurz berichten zu können. Neben dem ersten Kennenlernen der Teilnehmenden wurden schon vielfältige Themen und Wünsche der Teilnehmenden gesammelt.

Hier einzelne Einblicke:

In der AG Politische Interessensvertretung wurde beim ersten Treffen insbesondere betont, dass mehr gesellschaftliche Sichtbarkeit notwendig sei: Sichtbarkeit des Themas, aber auch der Expertise, Anliegen und Bedarfe von Betroffenen in der Öffentlichkeit, der Politik, in Forschung, therapeutischen Einrichtungen u.v.m. Wie dies erreicht werden und was aus-unserer-sicht dazu beitragen kann, wurde diskutiert und soll in den nächsten Treffen weiter konkretisiert werden.

In der AG Tatkontext Familie war das Schweigen innerhalb der Familie und die Frage zentral: Wie kann gesellschaftlich, gemeinsam aber auch persönlich Druck auf erwachsene Familienangehörige ausgeübt werden, damit Aufarbeitung geschieht? Zugleich ging es auch um persönliche Anliegen wie z.B. der Konfrontation innerhalb der Familie und um politischen Druck wie das Netzwerk hier konkret tätig werden könnte.

In der AG Diversity/Inklusion beschäftigten sich die Teilnehmenden beim ersten Treffen damit, was es dazu braucht, damit sich bei aus-unsere-sicht e.V.  (mehrfach-) marginalisierte Betroffene willkommen, angesprochen und möglichst sicher fühlen können. Beiträge, Informationen und Wünsche wurden gesammelt, um bei der weiteren Gestaltung des Netzwerkes vielfältige Diskriminierungsformen mitzudenken und zu berücksichtigen. 

In der AG Forschung wurden beim ersten Treffen Wünsche und Ziele der AG gesammelt sowie über partizipative Forschung diskutiert. Es wurde sehr schnell deutlich, dass es viele Themenfelder gibt, denen in der aktuellen, etablierten Forschung zu wenig oder noch gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Mit dem Themenfeld Forschung wurden große Hoffnungen auf Verbesserung der Situation von Betroffenen in Verbindungen gebracht. In den nächsten Treffen soll eine Sammlung der Themenfelder weiterbearbeitet und Ziele der AG konkretisiert werden.

In der AG Hilfesysteme konnten die Teilnehmenden beim ersten Treffen ihre Meinungen, Erfahrungen zu zuvor themenbezogenen Fragen: Welche Hilfesysteme sind bekannt? Welche Hürden gibt es? Welche Hilfen fehlen? Was läuft gut in den Hilfesystemen? Wie würde das perfekte Hilfesystem aussehen? via padlet verschriftlichen.

In der AG SER haben die Teilnehmenden beim ersten Treffen die Themen gesammelt und eine Priorisierung der wichtigsten Themen zum SER vorgenommen, an denen bis zum Fachtag vorrangig gearbeitet werden soll.


Neue Mitarbeiter*innen

Wir freuen uns sehr über drei neue Mitarbeiter*innen, die aus-unserer-sicht mit ihrer Expertise verstärken: Larissa Bischoff im Bereich Diversity/Inklusion sowie Roland Ludwig und Elisabeth Wessling für die Umsetzung des Webportals


Vom 17.07. bis zum 06.08.24 sind wir mit der Geschäftsstelle in der Sommerpause und wünschen uns und Euch eine erholsame Ferienzeit…

Beitritt zur Mitgliedschaft: 

Der Beitritt für ordentliche und Fördermitgliedschaften ist ab Juni 2024 auf schriftlichen Antrag möglich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stabile Strukturen schaffen: 

Sie wollen sich wirksam für stabile Strukturen des Netzwerks engagieren? 
Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende! 
Weitere Informationen finden Sie hier.


Aktuelle externe Hinweise - mehr Informationen zu folgenden Hinweisen finden Sie hier.

Vorstellung Bundeslagebild Sexualdelikte an Minderjährigen mit BMI, BKA und Missbrauchsbeauftragte Claus

Rechtliche Aspekte der Aufarbeitung
Beiträge im Spannungsfeld von Persönlichkeits- und Äußerungsrecht, Datenschutz und Wissenschaftsfreiheit

14. Oktober 2024 von 9 - 15 Uhr Online Veranstaltung (kostenlose Teilnahme)
„Umgang mit sexuellem Missbrauch - Hinweise und Empfehlungen für die Kinder- und Jugendhilfe!“

18./19. September 2024 TRANSFERTAGUNG im Umweltforum Berlin (kostenlose Teilnahme)
"Wege in die Praxis - Innovative Konzepte zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen"

Workshop Orientierungshilfe Familie

Newsletter Juni 2024

17. Juni 2024

Beitritt zur Mitgliedschaft ab sofort möglich

Der Beitritt für ordentliche und Fördermitgliedschaften ist ab sofort auf schriftlichen Antrag möglich.

Ordentliche Mitglieder des Vereins können natürliche Personen ab 16 Jahre werden, welche von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend Betroffene sind. Den Mitgliedsbeitrag können ordentliche Mitglieder selbst bestimmen. Voraussetzung für die Aufnahme in den Verein als ordentliches Mitglied ist die Teilnahme an einer Infoveranstaltung zu den Leitzielen und Werten des Netzwerks. Diese finden 2 x jährlich statt. Die nächste digitale Infoveranstaltung dazu findet am 03.09.2024 / 18:30-20 Uhr statt. Bei aktiver Mitarbeit ist die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses erforderlich.  

Außerordentliche Mitglieder (Fördermitglieder) können natürliche und juristische Personen werden, die den Verein finanziell und ideell unterstützen. Der Mindestbeitrag einer Fördermitgliedschaft beträgt 200€ jährlich. 

Weitere Informationen, Aufnahmeanträge und die Mitgliederordnung finden Sie hier.

Stabile Strukturen schaffen

Sie wollen sich wirksam für stabile Strukturen des Netzwerks engagieren? 
Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Für stabile Strukturen brauchen wir schon jetzt Planungssicherheit über 2024 hinaus. Z.B. für die Weiterführung der regelmäßigen Vernetzungs- und Austauschformate und für die Personalplanung. Leider ist dies bisher nicht gewährleistet und macht es schwierig den Auftrag, den wir von Betroffenen im Beteiligungsprozess 2023 erhalten haben umzusetzen.

aus-unserer-sicht e. V. ist vom Finanzamt Berlin seit März 2024 gemeinnützig anerkannt. Weitere Infos finden Sie hier

Anmeldung zu den Arbeitsgruppen

Es sind noch Plätze frei bei einzelnen Arbeitsgruppen
Geplant sind die Arbeitsgruppen ab Juni / Juli mit 4 Treffen (ca. 1x monatlich 2,5 Std.). Ziel ist es, erste Gedanken, Ergebnisse und Forderungen aus den Austausch- und Arbeitsgruppen beim Fachtag am 30.11.24 zu präsentieren und bis Ende des Jahres zu veröffentlichen bzw. in bestehende politische Prozesse wie z.B. in den Fachbeirat SER einzubringen. Bitte melden Sie sich nur bei einer Arbeitsgruppe an und wenn Sie sich vorstellen können an der AG an vier Treffen mitzuwirken. 
Mehr Infos und die Anmeldung zur Mitwirkung in den einzelnen Arbeitsgruppen finden Sie hier.

Stellenausschreibung

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Eine Honorarkraft zur Mittelakquise / Fundraising (15-20 Std.) 
– die Stellenausschreibung mit weiteren Infos finden Sie hier.

Informationen zum Fonds sexueller Missbrauch

Uns haben Anfragen zur Stellungnahme des Bundesrechnungshofs bezüglich einer möglichen Abwicklung des Fonds erreicht. Auch ist bereits eine Petition im Umlauf, in der unter anderem auch zu lesen ist, dass die Finanzierung des Hilfetelefons in Gefahr ist. 

Wir möchten gerne an dieser Stelle zwei Informationen weitergeben:

a)     Alle Informationen, die besagten, dass die Finanzierung des Hilfetelefons gefährdet ist sind falsch.  

b)    Fakt ist, dass der Bundesrechnungshof den FSM geprüft und zu Recht einige Mängel festgestellt hat. Das Bundesfamilienministerium hat in seiner Stellungnahme die Kritikpunkte des Bundesrechnungshofes bestätigt und gleichzeitig angekündigt, den FSM für die Zukunft so aufzustellen, dass das Haushaltsrecht eingehalten wird. Die Verstöße jedenfalls müssen behoben werden.

Obwohl im Bericht des Bundesrechnungshofes an den Bundestag steht, dass das Bundesfamilienministerium den FSM abwickeln will, entspricht dies nicht unserem Informationsstand. Das Bundesfamilienministerium möchte den FSM nach jetzigem Stand selbstverständlich fortführen. Derzeit laufen dazu die Verhandlungen im Rahmen der Aufstellung des Bundeshaushalts für 2025.

Man kann also weiterhin einen Antrag beim FSM stellen. Für die Antragstellung gibt es aktuell keine Frist. Auch bewilligte Leistungen können weiterhin wie gewohnt abgerufen und in Rechnung gestellt werden.

 

Aktuelle externe Hinweise finden Sie hier.

Herausgabe des Europarates: „Nicht über uns und ohne uns“ 
Leitlinien für politische Entscheidungsträger*innen zur Stärkung von Beteiligungsstrukturen von Betroffenen von sexualisierter Gewalt  in Kindheit und Jugend in politischen Prozessen.

Sozialmagazin: „Von der (Un-)Möglichkeit der Aufarbeitung“
Themenheft Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs erschienen und frei verfügbar

Newsletter Mai 2024

27. Mai 2024

Mit dem letzten Newsletter im April haben wir interessierte Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend eingeladen, in einer Umfrage bis zum 10.05.24 zu priorisieren, zu welchen Schwerpunktthemen sie in einer Arbeitsgruppe mitwirken wollen. 142 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.
Herzlichen Dank für die zahlreiche Teilnahme!

Mit sechs Schwerpunktthemen, die hoch priorisiert wurden, beginnen wir nun. Hinzu kommt die AG Inklusion/Diversity (Querschnittsthema) und eine weitere AG Webportal (zur Begleitung der nächsten Entwicklungs- und Umsetzungsschritte).
Die Anmeldung für die Arbeitsgruppen ist für Betroffene ab dem 30. Mai möglich. 

Geplant sind die Arbeitsgruppen ab Juni / Juli  mit 4 Treffen (ca. 1x monatlich 2,5 Std.) in 2024. Ziel ist es, erste Gedanken, Ergebnisse und Forderungen aus den Austausch- und Arbeitsgruppen beim Fachtag am 30.11.24 zu präsentieren und bis Ende des Jahres zu veröffentlichen bzw. in bestehende politische Prozesse wie z.B. in den Fachbeirat SER einzubringen.

Anmeldung zu den Arbeitsgruppen:

Ab 30. Mai können sich Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend zu den im Juni / Juli beginnen Arbeitsgruppen anmelden. Bitte melden Sie sich nur bei einer Arbeitsgruppe an und wenn Sie sich vorstellen können an der AG an vier Treffen mitzuwirken. Die Teilnehmendenzahl pro Arbeitsgruppe ist auf 16 - 20 Personen beschränkt. 
Die Anmeldung zur Mitwirkung in den einzelnen Arbeitsgruppen finden Sie hier.

Stellenausschreibung für 2 Honorarkräfte

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt 

Eine Honorarkraft zur Mittelakquise / Fundraising (15-20 Std.) 
Die Stellenausschreibung mit weiteren Infos finden Sie hier.

Eine Honorarkraft für die redaktionelle Mitarbeit am Aufbau des Webportals aus-unserer-sicht (10-15 Std.) 
Die Stellenausschreibung mit weiteren Infos finden Sie hier.

AG Webportal

Interessierte Betroffene mit Expertise für eine AG Webportal gesucht:

Der Beteiligungsprozess von aus-unserer-sicht 2023 hat deutlich gezeigt, dass sich viele Betroffene ein bundesweites Webportal als digitale Informations- und Vernetzungsplattform wünschen und diese zur Vernetzung dringend notwendig ist. Das Webportal soll dabei Brücken bauen, Lücken schließen und neue Wege eröffnen. Ab Juni 2024 planen wir dazu die nächsten konkreten Umsetzungsschritte. Damit das Webportal tatsächlich die Bedürfnisse und Bedarfe von uns Betroffenen abbildet, möchten wir eine feste Arbeitsgruppe „Webportal“ gründen. Die AG soll dabei den Umsetzungs- und Entwicklungsprozess des Webportals in enger Anbindung an Mitarbeitende von aus-unserer-sicht und der Agentur begleiten und durch konkrete Zuarbeit unterstützen. Weitere Informationen finden Sie hier.

SAVE THE DATES:

18.06.24 Landesbetroffenenräte / 18-20 Uhr
Digitale Informationsveranstaltung für Betroffene und Interessierte
Ziel der Veranstaltung ist, darüber zu informieren welche positiven Beispiele und Entwicklungen es schon gibt, um in der anschließenden Diskussion gemeinsam zu überlegen, wie die Entwicklung und Konstituierung von Betroffenenräten in allen Bundesländern vorangebracht werden kann.  Hier geht es zur Anmeldung >> 

30.11.24 digitaler Fachtag aus-unserer-sicht 
u.a. mit Workshops zu ersten Ergebnissen und Gedanken aus den Arbeitsgruppen 2024

 

SPENDEN:

Für stabile Strukturen zur bundesweiten Vernetzung von und für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend brauchen wir schon jetzt Planungssicherheit über 2024 hinaus. Z.B. für die Weiterführung der regelmäßigen Vernetzungs- und Austauschformate und für die Personalplanung ab 2025. Leider ist dies bisher nicht gewährleistet und macht es schwierig den Auftrag, den wir von Betroffenen im Beteiligungsprozess 2023 erhalten haben umzusetzen.
Sie wollen sich wirksam für stabile Strukturen des Netzwerks über 2024 hinaus engagieren? Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!
aus-unserer-sicht e. V. ist vom Finanzamt Berlin seit März 2023 gemeinnützig anerkannt. Weitere Infos finden Sie hier. 

 

Aktuelle externe Hinweise finden Sie hier.

Aktuelle Expertise Glaubhaftigkeitsbegutachtung

Stellungnahme des Betroffenenrates UBSKM zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Strukturen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Rechtsgutachten zum geplanten Zentrum Safe Sport

Newsletter April 2024

25. April 2024

Aus dem Beteiligungsprozess 2023 hat sich die Notwendigkeit einer Fülle von Schwerpunktthemen gezeigt, die wir im Netzwerk in Austausch- und Arbeitsgruppen weiterführen wollen. Für den Start regelmäßiger Austausch- und Arbeitsformate in 2024 müssen wir aus Kapazitätsgründen jedoch entscheiden, mit welchen 7-8 Gruppen zu welchen Schwerpunktthemen wir prioritär beginnen wollen.

EINLADUNG zur Mitbestimmung und Teilnahme:

Hierzu laden wir interessierte Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend ein, in einer Umfrage zu priorisieren, zu welchen Schwerpunktthemen sie in einer Arbeitsgruppe mitwirken wollen. Mit den Schwerpunktthemen, die hoch priorisiert werden beginnen wir. Geplant ist der Start der Arbeitsgruppen ab Juni bzw. Sept. mit 4 Treffen (1x monatlich). Ziel ist es, erste Gedanken, Ergebnisse und Forderungen aus den Austausch- und Arbeitsgruppen beim Fachtag am 30.11.24 zu präsentieren.

Umfrage bis 09.05.2024: Beteiligt Euch bitte an der Umfrage und unterstützt uns bei der Verbreitung über Eure Verteiler. Wir bedanken uns schon jetzt für Eure/Ihre Teilnahme!

Hier geht es zur Umfrage!

 

SAVE THE DATES:

18.06.24 Landesbetroffenenräte / 18-20 Uhr mit 

Digitale Informationsveranstaltung für Betroffene und Interessierte mit Gebärdendolmetschenden
Ziel der Veranstaltung ist, darüber zu informieren welche positiven Beispiele und Entwicklungen es schon gibt, um in der anschließenden Diskussion gemeinsam zu überlegen, wie die Entwicklung und Konstituierung von Betroffenenräten in allen Bundesländern vorangebracht werden kann. Hier geht es zur Anmeldung!

30.11.24 digitaler Fachtag aus-unserer-sicht

u.a. mit Workshops zu ersten Ergebnissen und Gedanken aus den Arbeitsgruppen 2024

Mitgliedschaft: Der Beitritt für ordentliche und Fördermitgliedschaften wird voraussichtlich ab Ende Mai möglich sein. Die Mitgliederordnung finden Sie hier!

SPENDEN: Für stabile Strukturen zur bundesweiten Vernetzung von und für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend brauchen wir schon jetzt Planungssicherheit über 2024 hinaus. Z.B. für die Weiterführung der regelmäßigen Vernetzungs- und Austauschformate und für die Personalplanung ab 2025. Leider ist dies bisher nicht gewährleistet und macht es schwierig den Auftrag, den wir von Betroffenen im Beteiligungsprozess 2023 erhalten haben umzusetzen.

Sie wollen sich wirksam für stabile Strukturen des Netzwerks über 2024 hinaus engagieren? Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

aus-unserer-sicht e. V. ist vom Finanzamt Berlin seit März 2023 gemeinnützig anerkannt. Weitere Infos hier!

 

Postkarten aus-unserer-sicht: Ihr wollt auf das Netzwerk aus-unserer-sicht aufmerksam machen, dann könnt ihr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. unsere Postkarten bestellen.t.de

Externe Hinweise

Dokumentation der Fachkonferenz zum neuen Sozialen Entschädigungsrecht

Im Mai 2023 trafen sich in Berlin Akteur*innen aus Politik, Sozialverwaltung, Sozialgerichtsbarkeit, Trauma Ambulanzen, Kinder- und Jugendhilfe und aus Fachberatungsstellen sowie Gutachter*innen, Fallmanager*innen und insbesondere Betroffene von sexualisierter Gewalt und Ausbeutung, um zu den Bedarfen und Möglichkeiten des neuen Rechts für ein betroffenenzentriertes Verfahren zu diskutieren. Dieser interdisziplinäre Austausch ermöglichte eine große Perspektivenvielfalt im Blick auf die Chancen und Herausforderungen in der Umsetzung des neuen Rechts im Sinne eines betroffenenzentrierten Verfahrens. Die Fachkonferenz wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs im Rahmen der Arbeit des Nationalen Rates gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen veranstaltet in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

In der nun vorliegenden Dokumentation werden ausgewählte Impulse aus den Vorträgen und Fachforen der Konferenz vorgestellt. Ebenso wirft die Dokumentation einen Blick auf die Ergebnisse des Fachtages für Menschen, die in ihrer Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren haben, der im März 2023 im Vorfeld der Konferenz stattfand. Die Dokumentation der Fachkonferenz können Sie unter diesem Link auf der Homepage des Nationalen Rates (AG Hilfen) herunterladen:  https://www.nationaler-rat.de/de/sitzungen

BKSF Fachtag am 06. Juni 2024 - Teilnahme auch per Livestream möglich
*
Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen.

Inklusive Spezialisierte Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend.

Menschen mit Behinderung* sind einem erheblich höheren Risiko ausgesetzt, sexualisierte Gewalt zu erfahren. Gleichzeitig nehmen sie seltener Beratungsangebote in Anspruch. Bei unserem diesjährigen Fachtag stellen wir die Bedarfe dieser Zielgruppe in den Mittelpunkt. Zusammen blicken wir auf inklusive Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung*, die sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend erleben und erlebt haben. Wir laden alle Interessierten herzlich dazu ein, an unserem Fachtag teilzunehmen und gemeinsam voneinander zu lernen. https://www.bundeskoordinierung.de/de/topic/3.aktuelles.html

NEU: Bundesweite Plattform von qualifizierten Fortbildungsangeboten zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend 
*

Serviceangebot des Projekts „Fortbildungsnetz sG" 


Das Kooperationsprojekt der Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e.V. (DGfPI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet mit dem Serviceangebot „Fortbildungsnetz sG" eine bundesweite Plattform von qualifizierten Fortbildungsangeboten zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend. Davor existierte keine Plattform für Interessent*innen sowie Fortbilder*innen zu Vernetzung, Austausch und Orientierung. Aufgrund des steigenden Bedarfs an Fortbildungen in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen für Jugendliche sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist ein digitalisiertes und übersichtliches Angebot äußerst hilfreich. Die Datenbank wird kontinuierlich in Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen und Institutionen aus dem Themenfeld erweitert. Zusätzlich werden Veranstaltungen zur Einführung und zum Umgang mit der Datenbank angeboten. Diese finden Sie auf der Service-Seite des Projekts.

Stellungnahme der BKSF zu den Eckpunkten für eine Reform des Kindschaftsrechts *

Das Bundesministerium der Justiz hat am 16.01.2024 ein Eckpunktepapier zur Modernisierung und Reformierung des Kindschaftsrechts veröffentlicht. Die Eckpunkte schlagen neue Regeln im Sorge-, Umgangs- und Adoptionsrecht vor. Gewaltbetroffene Eltern und ihre Kinder sollen dadurch besser vor Gewalt geschützt werden. Die BKSF hat das Eckpunktepapier zum Anlass genommen, öffentlich Stellung zu beziehen und ihre Forderungen zum Reformbedarf im Sorge- und Umgangsrecht anzubringen. Die detaillierte Stellungnahme mit den Forderungen ist hier zu finden.

Förderlinie „Forschung zu sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in pädagogischen Kontexten" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingestellt *

Das BMBF legte 2011 einen wichtigen Grundstein mit der Einrichtung der Förderlinie, die erstmalig die Forschung von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend in den Fokus rückt. Der Forschungsschwerpunkt sollte in der Wissenschaft etabliert werden. Das umfangreiche und wissenschaftlich fundierte Wissen soll Gesellschaft, Politik und Praxis zusätzlich befähigen, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Lesen Sie mehr zu den Inhalten und Fördermaßnahmen auf der Website des Bundesministeriums unter folgendem Link. Jetzt hat das BMBF entschieden, die Förderlinie nach der 3. Laufzeit einzustellen und keine weiteren Maßnahmen zur Erforschung des Themas sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend einzurichten. Die BKSF positioniert sich klar gegen die Einstellung der Förderlinie, denn Wissenschaft und Forschung sind unverzichtbar für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt. Mehr Informationen hierzu auf der Website der BKSF.

* Bei allen mit * gekennzeichneten Texten handelt es sich um Fremdtexte, die uns zur Verbreitung zur Verfügung gestellt wurden. Wir übernehmen keine Haftung für die Inhalte der Texte und der externen Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber*innen verantwortlich.

Newsletter März 2024

21. März 2024

Wir freuen uns Euch heute mitteilen zu können, dass wir Anfang März den Zuwendungsbescheid bekommen haben und nun endlich Klarheit bezüglich der Finanzierung durch die Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) besteht. 

Unserem Förderantrag für 2024 wurde in vollem Umfang stattgegeben, sodass wir jetzt mit voller Kraft loslegen können!!

Nach der Gründungsphase von aus-unserer-sicht 2022/2023 geht es nun darum, stabile Strukturen aufzubauen, damit hieraus ein starkes bundesweites Netzwerk und eine politische Interessensvertretung entstehen kann.

Gemeinsam mit weiteren Mitwirkenden entwickelt dazu der geschäftsführende Vorstand in einem Organisationsentwicklungsprozess geeignete Vereins- und Arbeitsstrukturen.  

Infos hierzu unter  www.aus-unserer-sicht.de/was-wollen-wir    

Nachdem wir nun finanzielle Planungssicherheit für 2024 haben, können die Austausch- und Mitwirkungsformate zur Vernetzung konzeptioniert werden und in den nächsten Monaten starten. Die ersten Termine geben wir mit dem nächsten Newsletter bekannt.

SAVE THE DATE: nächster digitale Fachtag am Samstag den 30.11.2024!

Mitgliedschaft: Der Beitritt für ordentliche und Fördermitgliedschaften wird voraussichtlich ab Ende Mai möglich sein. Die Mitgliederordnung finden Sie hier: www.aus-unserer-sicht.de/verein

Dokumentation  Fachtag. Die Ergebnisse des ersten bundesweiten Fachtags des Netzwerks aus-unserer-sicht von und für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend am 17. November 2023 stehen ab sofort auf unserer Homepage zum Download bereit: aus-unserer-sicht.de/fachtag

116 Betroffene trafen sich via Zoom, um in insgesamt 33 Diskussionsgruppen und Workshops eine große Bandbreite an unterschiedlichen Themen zu diskutieren. Grundlage des Austauschs waren die Ergebnisse aus 14 vorangegangenen Austauschgruppen und 365 Fragebögen im Jahr 2023.

Inhaltliche und strukturelle Themen, Fragestellungen und Ideen, wie beispielsweise zum Ethikrat, zum Aufbau einer digitalen Vernetzungsplattform, zum Schutzkonzept und Beschwerdemanagement des Netzwerk, zur Struktur von Austausch- und Vernetzungsformaten u. v. m. wurden weiterentwickelt. Kurzberichte zu den einzelnen Workshops und Diskussionsgruppen finden Sie in der Dokumentation des Fachtags unter dem oben genannten Link.

Wir wünschen allen eine schöne Zeit bis zum nächsten Newsletter.

Externe Hinweise

 Broschüre zum neuen Sozialen Entschädigungsrecht
Am 01.01.2024 trat das SGB XIV in Kraft. Es regelt das Soziale Entschädigungsrecht (SER) neu und löst das bisherige Opferentschädigungsgesetz ab. Die Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) hat gemeinsam mit dem bff (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe) und dem KOK (Koordinierungskreis gegen Menschenhandel) eine Broschüre dazu erarbeitet:

SGB XIV: Das neue Soziale Entschädigungsrecht - Eine Praxishandreichung zur Unterstützung Betroffener von sexualisierter Gewalt, häuslicher Gewalt und Menschenhandel.

Die Broschüre steht unter folgendem Link zum Download bereit:

 https://www.bundeskoordinierung.de/de/article/678.brosch%C3%BCre-zum-neuen-sozialen-entsch%C3%A4digungsrecht.html


Fachtag zum 20-jährigen Vereinsjubiläum gegen-missbrauch e.V. 
am 23. April 2024, ab 9:30 Uhr im Martinsclub Bremen 

Anlässlich unseres 20-jährigen Vereinsbestehens wollen wir mit Betroffenen sowie weiteren Expertinnen und Experten an diesem Tag über das Thema „Behindert der Datenschutz die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch?“ sprechen. 
Neben Impulsreferaten zu konkreten Aufarbeitungsfällen sexuellen Missbrauchs im Kontext der individuellen Persönlichkeitsrechte sowie zu Chancen und Hindernissen des Datenschutzrechtes, werden die Erwartungen von Betroffenen an Aufarbeitung betrachtet. 
Programm und Anmeldung unter : https://www.gegen-missbrauch.de/fachtag.    

Neuigkeiten im Dezember

19. Dezember 2023

Erster Online-Fachtag erfolgreich durchgeführt. Der erste bundesweite Fachtag des Netzwerks aus-unserer-sicht von und für Betroffene sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend aller Tatkontexte konnte am 17. November 2023 erfolgreich mit DGS-Begleitung stattfinden. (Pressemappe / Pressemitteilung) 116 Betroffene trafen sich via Zoom, um in insgesamt 33 Diskussionsgruppen und Workshops eine große Bandbreite an unterschiedlichen Themen zu diskutieren. Grundlage des Austauschs waren die Ergebnisse aus den 14 vorangegangenen Austauschgruppen und 365 Fragebögen im Rahmen unseres umfangreichen Beteiligungsprozesses. Am Fachtag haben sich viele Menschen beteiligt, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten, sich in einem vergleichbaren Rahmen auszutauschen und ihre Erfahrungen einzubringen. Die Resonanz und das Feedback der Teilnehmer*innen an das Netzwerk aus-unserer-sicht waren positiv, bereichernd und vielfältig. Vielen Dank an alle Teilnehmenden am Fachtag! 


Auswertung Beteiligungsprozess und Fachtag. Auf dem Fachtag wurde erstmals eine Auswertung des bisherigen Beteiligungsprozesses vor einem breiten Publikum präsentiert. Die entsprechenden Power-Point-Folien sind mittlerweile als Teil einer Pressemappe öffentlich zugänglich. Diese steht derzeit gemeinsam mit unserer Pressemitteilung zum Abschluss des Fachtags auf der der Homepage zum Download bereit.  Ab Januar 2024 folgen weitere Informationen zur Auswertung des Beteiligungsprozesses und des Fachtags am 17. November 2023. Schauen Sie also im nächsten Jahr gerne immer wieder einmal auf unserer Homepage vorbei. In Abständen von ca. 1-2 Monaten informieren wir Sie jedoch selbstverständlich auch weiterhin über den Newsletter.

Aufbau und Entwicklung unserer Social-Media-Kanäle. Im Oktober 2023 sind wir auf Instagram unter @aus_unserer_sicht an den Start gegangen und in Kürze werden wir auch auf Facebook regelmäßig posten. Auf X (ehemals Twitter) ist das Netzwerk schon länger aktiv unter @ausunsererSicht. Wenn Sie selbst eine oder mehrere der genannten Plattformen nutzen, freuen wir uns sehr über Ihre Unterstützung in jeglicher Form, z. B. über Reposts, Storys, Likes, Erwähnungen usw. Bei Wünschen, Fragen oder Anregungen jeglicher Art zu unseren Social-Media-Kanälen wenden Sie sich gerne auch per E-Mail (Betreff: Social-Media) an das Netzwerk aus-unserer-sicht: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Umbau und Neubau unseres Webauftritts. Unsere aktuelle Homepage bedarf in den kommenden Wochen einer grundlegenden Überarbeitung. Bei dieser Umbauphase kann es passierten, dass einzelne Inhalte vorübergehend nicht verfügbar sind. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen. Grundsätzlich planen wir außerdem einen Relaunch, das heißt einen kompletten Neustart, unseres Webauftritts in 2024. Weitere Informationen zu diesem Thema folgen im Laufe des kommenden Jahres.

Ausblick 2024 – aktuelle finanzielle Situation des Netzwerks. Im nächsten Schritt geht es nun darum 2024 stabile Strukturen aufzubauen, damit im nächsten Jahr ein starkes bundesweites Netzwerk und eine wichtige Stimme der politischen Interessenvertretung von und für Betroffene weiter entstehen kann.

Herzstück sollen neben dem Aufbau der digitalen Vernetzungsplattform die unterschiedlichsten regelmäßigen Beteiligungs- und Austauschformate sein. Für diese stabilen Strukturen benötigen wir eine solide finanzielle Basis, die jedoch für die Aufbauphase 2024 leider noch nicht abgesichert ist. Anträge für eine Förderung des Netzwerks in 2024 durch Bundesmittel und bei Stiftungen haben wir erarbeitet und vorgelegt, konkrete Zusagen stehen jedoch mehrheitlich noch aus.

Aktuell warten wir außerdem dringend auf die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, um Spendenbescheinigungen ausstellen zu können. Wir können erst Spendenbescheinigungen für Spenden ab dem Datum der Anerkennung der Gemeinnützigkeit ausstellen. Wir hoffen, dass dies ab Ende Januar soweit ist.

Wer keine Spendenbescheinigung benötigt kann natürlich jetzt schon spenden! Wir benötigen für einige Anträge Eigenmittel.

Jeder Betrag hilft – unser Spendenkonto und weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage: aus-unserer-sicht.de/spenden

Winterpause bis 09. Januar 2024. Die Kerngruppe von aus-unserer-sicht geht bis zum 09. Januar 2024 in eine Winterpause. In dieser Zeit sind wir per E-Mail nicht erreichbar. Eingehende Nachrichten beantworten wir Ihnen sehr gerne im neuen Jahr.

Wir wünschen allen einen ruhigen und erholsamen Jahreswechsel und eine schöne Zeit bis zum nächsten Newsletter.

Die Kerngruppe aus-unserer-sicht

Externe Hinweise

Einrichtung Landesbetroffenenrat Thüringen. 
Die interministerielle Arbeitsgruppe Kinderschutz der Thüringer Landesregierung hat die Einrichtung eines Landesbetroffenenrats für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend beschlossen. Der Landesbetroffenenrat soll beim Amt des Landesbeauftragten für Kinderschutz angesiedelt werden und die strukturierte politische Anbindung von Betroffenenexpertise in der Kinderschutzarbeit in Thüringen möglich machen. Das Gremium soll seine Arbeit in 2024 aufnehmen. Zur Besetzung wurde ein Auswahlverfahren geplant. Eine Bewerbung ist noch bis zum 31. Januar 2024 möglich. Nähere Informationen finden Sie unter: kinderschutz-thueringen.de/aktuell/news/ausschreibung-landesbetroffenenrat 

Nachklapp zu unserem Fachtag

21. November 2023

Als erste Informationen nach unserem Fachtag stellen wir hier die Pressemitteilung und die Pressemappe Online.
Pressemitteilung
Pressemappe

Einladung zum Online-Fachtag am 17.11.2023

24. Oktober 2023

Wir laden Sie als Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend ganz herzlich ein zum Online-Fachtag des Netzwerks aus-unserer-sicht am 17. November 2023 von 9:00 bis ca. 16:30 Uhr. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Vernetzen Sie sich mit anderen Betroffenen und werden Sie Teil einer starken sozialen Bewegung!

Gemeinsam diskutieren wir die Ziele des Netzwerks aus-unserer-sicht auf Grundlage der Ergebnisse aus den diesjährigen Austauschgruppen und der Auswertung der eingereichten Fragebögen aus dem bisherigen Beteiligungsprozess.

Damit schaffen wir eine Grundlage, um die Perspektiven und Anliegen von Betroffenen in der Politik, in Institutionen und der Öffentlichkeit einzubringen und die Gesellschaft wachzurütteln.

Nach einer einführenden Präsentation der Auswertungsergebnisse ist am Vormittag Raum für Diskussion in Kleingruppen. Teilnehmende aus dem Beteiligungsprozess berichten in zwei sich wiederholenden Runden aus den diesjährigen Austauschgruppen um danach in einem gemeinsamen Diskussionsprozess einzelne Aspekte in den Kleingruppen zu vertiefen. Sie als Teilnehmer*innen am Fachtag erhalten somit die Möglichkeit, sich vormittags an zwei Diskussionsgruppen zu beteiligen.

Am Nachmittag tauschen wir uns weiterführend unter einer zukunftsweisenden Perspektive in Workshops zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen aus. Auch hier sind Sie eingeladen, eine wunschgemäße Auswahl zu treffen. Die Zahl der Teilnehmer*innen für die Workshops am Nachmittag ist jedoch auf je 20 Personen pro Workshop begrenzt.

 Einen Überblick zum genauen zeitlichen Ablauf sowie zu den angebotenen Diskussionsgruppen (vormittags) und Workshops (nachmittags) erhalten Sie Hier

Die Teilnahme ist Betroffenen von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend ab einem Alter von 16 Jahren vorbehalten, wobei eine Unterstützung durch Begleitpersonen möglich ist. Nicht teilnehmen dürfen Menschen, die diskriminierende Haltungen pflegen, ebenso Täter*innen von sexualisierten Übergriffen. Nicht gemeint sind hier Personen, von denen im Tatkontext, in dem sie Opfer gewesen sind, gleichzeitig auch Täter*innenschaft erzwungen wurde.

Zur Anmeldung

Anmeldeschluss ist am 10.11.2023.

Bei Fragen erreichen Sie uns gerne per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme!

Mitteilung über die Vereinsgründung

20. September 2023

Mit großer Freude möchten wir mitteilen, dass wir einen wichtigen Schritt gegangen sind. 

Das Netzwerk „aus-unserer-sicht“ wurde am 07.09.2023 in Berlin als Verein gegründet. Dabei wurden Renate Bühn und Jörg Schuh, welche beide bereits langjährig im Themenbereich tätig sind, gleichberechtigt in den Vorstand gewählt. 

Wir hoffen nun, dass baldmöglichst die Eintragung ins Vereinsregister Berlin und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgen. Ziel ist es mit der Struktur eines eingetragenen und als gemeinnützig anerkannten Vereins eigenständig und unabhängig in der Zukunft agieren zu können und grundlegende Fördervoraussetzungen zu erfüllen. 

Ziele: Schutz, Unterstützung und gesellschaftlicher Wandel

Eines der Hauptziele ist es, die Vernetzung Betroffener aus allen Tatkontexten substantiell voranzubringen. Das Netzwerk versteht sich als politische Interessenvertretung. Die Perspektiven und Anliegen Betroffener sollen in der Politik, in Institutionen und der Öffentlichkeit eingebracht und Beteiligungsstrukturen gefördert werden. 

Näheres dazu in der Pressemitteilung

Priorität: Schutzkonzept und Qualität

Die Sicherheit aller Teilnehmenden des Netzwerks stehen an erster Stelle, weshalb sich das Netzwerk deutlich von jeglicher Form menschenfeindlicher Einstellungen und weltanschaulichen Bindungen distanziert und sich den Menschenrechten verpflichtet fühlt.

In Zukunft soll eine Ethik-Arbeitsgruppe gegründet werden, welche einen Verhaltenskodex und ein umfassendes Schutzkonzept erarbeiten wird. 

Bis zur vollständigen Implementierung eines Beschwerdemanagements, welches Teilnehmenden des Netzwerks Platz für Regelverstöße und Grenzverletzungen bietet, gibt es die Möglichkeit, vertrauliche Beanstandungen oder vertrauliche schriftliche Anzeigen in Anspruch zu nehmen.

Mitgliedschaftsmodalitäten ab Frühjahr 2024

Nach der Gründung wird es zu Beginn des nächsten Jahres darum gehen, die Finanzierung und Struktur zu stärken. Nachdem alle nötigen organisatorischen Schritte vollbracht wurden, gibt es voraussichtlich ab Frühjahr 2024 die Möglichkeit, Mitglied des Vereins zu werden. 

Interessierte ab 16 Jahren, können ordentliche Mitglieder werden, sofern sie von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend betroffen sind. Für weitere natürliche und juristische Personen gibt es die Option, Fördermitglieder (außerordentliche Mitgliedschaft) zu werden. Je nach Mitgliedschaftskategorie variieren die Mitgliedsbeiträge. 

Weitere Infos siehe Mitgliederordnung und Satzung

Wir freuen uns auf die kommenden Monate und laden alle interessierten Betroffenen herzlich ein, sich ab Anfang Oktober für unseren Fachtag im November anzumelden!

Herzliche Grüße

Die Kerngruppe von aus-unserer-sicht

News vom August / Stellenausschreibung Fundraising

01. September 2023

Die Ergebnisse aus den Austauschgruppen sind ab sofort online. Der Auftakt des Beteiligungsprozesses mit 365 Fragebögen und 14 Austauschgruppen ist seit Ende Juni abgeschlossen. Nun befinden wir uns mitten in der sehr spannenden Auswertung. Kurzberichte mit ersten Ergebnissen zu den einzelnen Austauschgruppen finden sich nun unter: aus-unserer-sicht.de/kurzberichte

Die Möglichkeit, im direkten Austausch eigene Sichtweisen einzubringen, und so das Netzwerk aktiv mitzugestalten, wurde mehrheitlich positiv aufgenommen. Viele bekundeten ihre hohe Motivation, ihre Ideen und Vorschläge beizusteuern.

Hier zwei Zitate von Teilnehmenden aus den Austauschgruppen:

 „Ich bin immer noch gerührt von all den Eindrücken, die ich in der Austauschgruppe erfahren durfte.“

„Ich glaube, so etwas Wertvolles wie dieses Treffen, ist mir sehr lange nicht mehr passiert. Es hat mir nicht nur einen Haufen Motivation gegeben, sondern hat mich auch Mut finden lassen, aus meiner Passivität auszubrechen.“

Es konnten zahlreiche kreative Ideen gesammelt werden und in die Planungen des Netzwerks einfließen. 

Einige Teilnehmende äußerten in den Feedbackbögen zu den Austauschgruppen jedoch auch gemischte Gefühle und vereinzelt sogar Kritik. Dies gilt es als Teil eines lebendigen, konstruktiven und empathischen Austauschs ebenfalls anzuerkennen.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden aus den Austauschgruppen!

Save the Date. Am 17. November 2023 startet eine weitere Phase des Beteiligungsprozesses mit unserem Online-Fachtag.

Am Vormittag beginnen wir mit der Vorstellung des Netzwerks aus-unserer-sicht, der Ergebnisse aus den Austauschgruppen und der Auswertung der eingereichten Fragebögen aus dem Beteiligungsprozess.

Nach der Mittagspause sind Workshops zu verschiedenen für das Netzwerk relevanten Schwerpunktthemen zum Austausch unter Betroffenen geplant. 

Die Anmeldung für den Fachtag ist voraussichtlich ab Anfang Oktober möglich. 

Erweiterung der Kerngruppe.

Wir freuen uns, dass seit Anfang August für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media zwei neue Mitarbeiterinnen, Dr. Lena Hofer und Felice Chamas die Kerngruppe verstärken.

Die Kurzprofile der beiden Kolleginnen finden sich auf unserer Homepage: 
aus-unserer-sicht.de/wer-sind-wir


Stellenausschreibung Fundraising mit Bewerbungsfrist bis 30.09.23

Wir suchen möglichst zum 15.10.23 eine:n Mitarbeiter:in auf Honorarbasis für „Fundraising und Mittelakquise“ für das Netzwerk ‚aus-unserer-sicht‘  (20-25 Std. monatlich)

Weitere Infos dazu gibt es hier:

Zur Stellenausschreibung Fundraising

Wir freuen uns auf viele interessante Bewerbungen.

Wir wünschen allen eine schöne Zeit bis zum nächsten Newsletter.

Die Kerngruppe aus-unserer-sicht

Externe Hinweise

„Mein Weg durch das OEG“. Der Verein gegen-missbrauch e. V. ruft alle Betroffenen, die einen Antrag nach dem OEG gestellt haben auf, sich an einer Umfrage zu beteiligen, die an der Uni Ulm vom Team von Prof. Fegert ausgewertet wird. Ziel der Umfrage ist es, valide Zahlen und Fakten zum Opferentschädigungsrecht (OEG) zu sammeln, um Hürden und Schwachpunkte im Verfahren, welches sicherlich auch das neue SGB XIV haben wird, zu benennen.

Weitere Informationen, Hintergründe und der Link zur Umfrage finden sich unter:

www.gegen-missbrauch.de/vereinsnews/details/mein-weg-durch-das-oeg/

Aufarbeitung in der katholischen Kirche. Am 07. August 2023 hat sich der Arbeitskreis der Betroffenenbeiräte der Diözesen als „Bundeskonferenz der Betroffenenbeiräte und vergleichbarer Gremien“ konstituiert.

„Ziel ist ein gemeinsames Auftreten gegenüber den Bistümern und den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, um den Interessen von Betroffenen in der katholischen Kirche Gewicht zu verleihen.“ (Homepage Betroffeneninitiative Ost)

Pressemitteilungen und weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Betroffeneninitiative Ost:

betroffeneninitiative-ost.de/presse/bundeskonferenz-di%C3%B6zesane-beir%C3%A4te


Planung einer Aufklärungskampagne von ECPAT Deutschland zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Geplant sind Postings auf Social Media mit Hintergrundinfos sowie Posts mit Zitaten/Statements von Betroffenen. Hierfür sucht ECPAT Betroffene, die erkenntlich oder anonym darüber sprechen würden, was aus ihrer Perspektive und Expertise die Risiken sind und was sie fordern, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besser schützen zu können. Wenn Sie Interesse oder weitere Fragen haben, melden Sie sich bei Lea Peters: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

ECPAT Deutschland e. V. ist eine Kinderrechtsorganisation, die auf nationaler und internationaler Ebene zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung arbeitet. Ein Querschnittsthema der Arbeit ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen digitaler Technologie und sexueller Ausbeutung und Missbrauch von Kindern. Mehr unter: 

ecpat.de/sexuelle-ausbeutung-online/

„Vielen Dank für die Idee und den Aufbau des Netzwerks!!! Für mich ist es hilfreich zu wissen, dass es noch viele andere engagierte Betroffene gibt und einen Raum zu bekommen in dem ich mich engagieren kann, um die Situation für Betroffene zu verbessern. Gemeinsam mit Vielen ist es eher möglich politische Prozesse anzustoßen. Wir können aufzeigen, dass es nicht nur um beklagenswerte Einzelschicksale geht, sondern, dass es systemische Probleme gibt. Wir können Teil der Lösung sein und unseren eigenen Erfahrungsschatz und die daraus entstandene Expertise in die Verbesserung der Strukturen einbringen.“

Feedback nach der Teilnahme an einer Austauschgruppe

 


(anonym)

Es gibt auch Menschen, die durch den Missbrauch dissoziativ geworden sind. Für Menschen mit einer DIS ist es oft noch schwieriger eine geeignete und gute Therapie zu bekommen. Gut ausgebildete Therapeut*innen und Ärzt*innen gibt es in Deutschland dafür nur sehr wenige. Ich selbst bin davon betroffen. Eine stationäre Therapie wurde vor ein paar Jahren genau aus diesem Grund bei mir abgelehnt, mit dem Hinweis, dass sie mich auf Grund der Schwere und der Multiplen Persönlichkeit nicht in der Klinik aufnehmen könnten. Ich würde mir wünschen, dass sich in diesem Bereich etwas ändert.

(Jana Schubert)

- >>2010 gab es die Kampagne „Sprechen hilft“- doch dies ist nur die halbe Wahrheit und lässt einmal mehr den Ball im Spielfeld von uns Betroffen zurück. Die ganze Wahrheit heißt: „Sprechen hilft, wenn dir die Gesellschaft zuhört, dich sieht, dich anerkannt und dich mit all deiner schmerzhaften Vergangenheit im Hier und Jetzt integriert“. Denn erst wenn das Gegenüber mit einsteigt in die Verarbeitung der erlebten Gewalt, dann wird es uns Betroffenen möglich sein, mit all unserem Sein am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und den Ball lebendig im Spiel zu halten.<<

(Copyright Ela N.)