Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Aufruf zur Beteiligung am Gründungsprozess

Aufruf zur Beteiligung am Gründungsprozess

des bundesweiten Netzwerks „aus-unserer-sicht“ von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Der Name ist „aus-unserer-sicht“.

Partizipation soll von Anfang an das Herzstück des Netzwerks sein.
Das Netzwerk ist gedacht als eine bundesweite Plattform und öffentliche Stimme von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend haben ein vielfältiges Erfahrungs- und Expert*innenwissen. Dieses Wissen wird bisher jedoch noch nicht ausreichend genutzt.

Das Netzwerk soll das Wissen von Betroffenen in die gesellschaftlichen und politischen Prozesse einbringen. Die Beteiligung von Betroffenen in allen gesellschaftlichen Bereichen trägt wesentlich zu einem gesellschaftlichen Wandel und zu einer Kultur des Hinsehens und Handelns bei.

Grundlegende Ziele des bundesweiten Netzwerkes:

  • Ziel der Netzwerkgründung ist es, Betroffene aus unterschiedlichen (Tat-) Kontexten und mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Beginn an einzubinden. Tatkontexte sind häufig die Familie und andere Vertrauenspersonen im sozialen Nahbereich von Kindern und Jugendlichen – wie z.B. im Internat, in der Schule, in Sportvereinen, Heimen, Kirchen, DDR, im Rahmen von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt, u.a.
  • Das Netzwerk soll regionale, nationale und internationale Vernetzung und das Empowerment Betroffener fördern. Dazu sollen Austausch- und Aktionsformate wie zum Beispiel bundesweite Kongresse, Fachtage zu wechselnden Schwerpunktthemen, Dialoggespräche und regionale Aktionen unterschiedlichster Art und Zielsetzung organisiert und durchgeführt werden.
  • Betroffenen sollen Beteiligungs- und Handlungsspielräume ermöglicht werden, wie zum Beispiel in der Forschung und Aufarbeitung.
  • Das Netzwerk soll fachliche Unterstützung bei Selbsthilfe-Aktivitäten bieten.
  • Das Netzwerk hat eine eigene Webseite „www.aus-unserer-sicht.de“ und informiert dort über aktuelle Entwicklungen sowie auf Social-Media-Kanälen und mit einem Newsletter.

Am 11.01.2023 startet die Planungsphase für die Gründung des Netzwerks

Wir wünschen uns, dass viele Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend mitmachen! Ihre Gedanken und Ideen sind wichtig!

In der Planungsphase sollen die genannten Aufgaben, Ziele, Strukturen und die zeitliche Priorisierung des Netzwerkes gemeinsam konkretisiert und erarbeitet werden.

Wir laden Sie ein, an dieser Entwicklung des Netzwerkes mitzuwirken.

Den Aufruf dazu gibt es auch in Leichter Sprache und DGS.

Maßgeblich geleitet wird die Planungsphase durch eine Kerngruppe, die sich aus langjährig sozial engagierten Betroffenen zusammensetzt. Träger der Planungsphase ist der Verein N.I.N.A., der sich bereits seit Jahrzehnten auf vielen verschiedenen Ebenen dafür einsetzt, die Situation Betroffener und den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt zu verbessern.

Weitere Infos zur Kerngruppe und dem Träger finden Sie unter „wer sind wir“.

Wer kann mitmachen? An wen richtet sich der Aufruf zur Beteiligung?

  • Betroffene aus unterschiedlichen Tatkontexten und unterschiedlichen Alters.
  • Auch junge Menschen ab 16 Jahre können mitmachen. z.B. ist eine Gruppe mit Beteiligung betroffener junger Menschen geplant. Aber auch alte und ältere Menschen sind eingeladen, sich zu beteiligen. 
  • Betroffene mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten; u.a. mit Beeinträchtigung, mit Mehrfachdiskriminierung, Intersektionalität, etc. Besondere Bedarfe versuchen wir dabei nach Möglichkeit zu berücksichtigen.

Wie kann ich mitmachen?

Der Beteiligungsprozess für die Planungsphase startet am 11. Januar 2023 mit einem Aufruf.

Alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit und Jugend sind eingeladen, ihre Hinweise, Wünsche, Ideen, Bedenken und andere Impulse zum Gründungsprozess beizutragen. Diese Gedanken können Sie schriftlich mit einem Online-Fragebogen ab 11.01.2023 beantworten. Die Fragen und die Eingabefelder dazu werden in einem weiteren Video in DGS erklärt.

Die Rückmeldungen fließen dann in die Konzepterstellung des Netzwerkes ein.

Darüber hinaus sind von März bis September 2023 digitale Austauschgruppen geplant. Besondere Bedarfe, wie der Einsatz von Gebärdendolmetscher*innen, werden dabei ermöglicht.

Auf weitere Rahmenbedingungen, die die Beteiligung begünstigen – wie geschlossene Räume für Frauen*, Männer*, Jugendliche* etc. und andere besondere Bedarfe wie Leichte Sprache, Dolmetschen oder ähnliches – wird im Rahmen der Möglichkeiten eingegangen.
Angaben zu besonderen Bedarfen können dazu ab 11.01.2023 im Online-Fragebogen zum Aufruf gemacht werden.

Auf Grundlage der inhaltlichen Rückmeldungen mit Interesse an der Teilnahme an den Austauschgruppen werden digitale Austauschtreffen in diverser Zusammensetzung und mit thematischen Schwerpunktsetzungen geplant. Bei Bedarf einer Austauschgruppe für Gehörlose/Taube kann diese realisiert werden.

Uns ist ein vertrauensvoller, konstruktiver Gesprächsrahmen wichtig. Daher verpflichten sich die Teilnehmenden an den Austauschgruppen zu einem respektvollen Umgang miteinander und es gilt eine Schweigepflicht.Der eigene Name muss in der Gruppe nicht offengelegt werden. Persönliche Daten behandeln wir vertraulich nach geltenden Datenschutzbestimmungen.

Der Umfang der Austauschgruppen ist derzeit max. auf 1-2 Treffen mit jeweils 2-3 Stunden vorgesehen. Die Teilnahme wird vergütet. Weitere Informationen zu den Austauschgruppen finden Sie in den FAQs.

Rückmeldungen zur Beteiligung an den Austauschgruppen bis 15. Februar 2023.

Allgemeine Rückmeldungen fließen in die Netzwerk-Planungen bis zum 30. Juni 2023 ein.

Grundsätzliches

Wir fühlen uns den Menschenrechten verpflichtet und erwarten einen respektvollen, achtsamen und wertschätzenden Umgang miteinander. Wir sind nicht weltanschaulich gebunden und grenzen uns von menschenfeindlichen Einstellungen ab. Wir geben keinen Raum für rassistische, sexistische, trans- und homofeindliche, antisemitische, u.a. diskriminierende Haltungen. Wir behalten uns vor, Personen, die sich gegen die aufgeführten Aspekte verhalten, auch aus laufenden Prozessen und Veranstaltungen auszuschließen.

Täter*innen von sexualisierten Übergriffen sind von der Mitarbeit ausgeschlossen.
NICHT gemeint sind damit Personen, von denen im Tatkontext, in dem sie Opfer gewesen sind, gleichzeitig auch Täterschaft gefordert wurde.

Aussicht

Im weiteren Verlauf des Planungsprozesses führt die Kerngruppe mit Unterstützung des Trägers die Ergebnisse aus den Rückmeldungen und den Austauschgruppen zusammen. Ziel ist, bis zu einem Fachtag im November 2023 einen Konzeptentwurf für das Netzwerk zu entwickeln. Während des gesamten Prozesses wird regelmäßig über die Webseite und einen Newsletter transparent informiert. Die Ergebnisse werden allen Beteiligten im Rahmen des Fachtages präsentiert. Im Anschluss daran finalisiert die Kerngruppe das Konzept.