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Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene
von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Gründung eines bundesweiten Netzwerks von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend

Zitate

Es ist überfällig, daß es so etwas gibt, kein Kind soll sich mehr alleingelassen fühlen

(Karin Gall)

Wir sind Nachbar*innen, Freund*innen, Eltern, Schwiegerkinder. Ihr seht es uns nicht an. Aber wir haben unsere Geschichte. Und wir sind viele. Ignoriert uns nicht, nur weil ihr nicht wisst, wer genau aus eurem Umfeld betroffen ist. Seid euch sicher. Ihr kennt jemanden von uns.

(anonym)

Ich wünsche mir, dass Ärzt:innen wissen, welche Folgen Missbrauch im Kindesalter für ihre erwachsenen Patient:innen haben kann, und wie sie damit umgehen können - und dass man es Betroffenen nicht immer ansieht. Insbesondere in der Schwangerschaft sind Frauen hier so verletzbar.

(Anonym)

Eine lange überfällige Initiative!

Hannah C.

Viel zu lange war ich stumm, konnte nicht einordnen oder geschweige denn darüber reden, was mir widerfahren ist. Jetzt möchte ich endlich meine eigene Betroffenheit für etwas Gutes nutzen. Ich möchte mich beteiligen und eine (fachliche) Stimme für alle sein, welchen es aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist, sich am Netzwerk zu beteiligen. Wir sehen und glauben Euch.

(anonym)

Es gibt auch Menschen, die durch den Missbrauch dissoziativ geworden sind. Für Menschen mit einer DIS ist es oft noch schwieriger eine geeignete und gute Therapie zu bekommen. Gut ausgebildete Therapeut*innen und Ärzt*innen gibt es in Deutschland dafür nur sehr wenige. Ich selbst bin davon betroffen. Eine stationäre Therapie wurde vor ein paar Jahren genau aus diesem Grund bei mir abgelehnt, mit dem Hinweis, dass sie mich auf Grund der Schwere und der Multiplen Persönlichkeit nicht in der Klinik aufnehmen könnten. Ich würde mir wünschen, dass sich in diesem Bereich etwas ändert.

(Jana Schubert)

Die Partizipation Betroffener ist entscheidend, sie aktiv in Prozesse miteinzubeziehen, ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, sich aktiv gegen Missstände wehren und Verbesserungen anregen zu können. Sie sind Expert*innen resultierend ihrer eigenen Erfahrungen. Als solche sollten sie auch behandelt und miteinbezogen werden, denn nur hierdurch lassen sich umfangreiche Missstände evaluieren und beheben.

(Gudrun Stifter)

Es wird Zeit den Fokus der medialen Berichterstattung über Betroffene von sexualisierte Gewalt im Kindesalter weg von den Tätern, weg vom "Opferstatus" der Betroffenen und vom Tathergang zu lenken - hin zur Fachexpertise der Betroffenen, hin zu deren Genesung und Weiterentwicklung - und zu den Möglichkeiten, sexualisierte Gewalt in der verschiedensten Lebensbereichen von Kindern zu erkennen und zu bekämpfen.

(Maren Ruden)

Ich bin damit konfrontiert, dass meine Mutter nicht aufhört mir vorzuwerfen, ich selbst hätte den Missbrauch stoppen müssen, dass ich mich hätte wehren müssen. Meine Mutter hat mich als Kind nicht vor meinem übergriffigen Vater beschützt und hat bis heute, auch nach über 40 Jahren, kein Bewusstsein für ihre eigene Verantwortung. Es bleibt kräftezehrend, mich gegen die Vorwürfe meiner Mutter zu wehren. Den Kontakt komplett abzubrechen, würde auch zu viel Kraft kosten.

(anonym)

Deutschland muss die Menschenrechte von Gewaltopfern respektieren, schützen und erfüllen!

(anonym)

Warum wird es Betroffenen so schwer, sogar fast unmöglich gemacht, sich im Erwachsenenalter die "Nachteile " ausgleichen zu lassen, die durch sexuelle Gewalt im Kindesalter ihre Grundlage haben?

(Henrike Oesterreich)

Hört den Kindern richtig zu, wenn sie sich irritiert an euch wenden – doch fragt sie nicht zu sehr und zu direkt aus! Lasst deren kindliche Ausdrucksweise auf euch wirken – und bleibt dann vor allem ruhig und besonnen, damit die verletzte Seele des Kindes die Chance hat, erstmal zur Ruhe zu kommen. Holt euch Verbündete, soviel und so fachkundige wie möglich und spannt einen Schutzschirm um das Kind auf.

(anonym)

Ich glaube, viele Menschen denken das passiert anderswo, aber nicht in meiner Nachbarschaft, in meinem Freundeskreis oder gar in den eigenen vier Wänden. Es ist unsere Aufgabe jedes einzelne Kind zu schützen und dafür müssen alle die Augen aufmachen.

(anonym)

Endlich bekommen Betroffene und Angehörige dieses sensiblen, aber so weit verbreiteten Themas eine zentrale Plattform! Das Schweigen muss aufhören. Für die Opfer und ihre eigene Zukunft.

(anonym)

Ich finde es so wichtig nicht nur mit dem Thema an sich sondern auch mit dem was man Persönlich erlebt hat an die Öffentlichkeit zu gehen, denn die meisten Menschen glauben nicht dran das sexueller Missbrauch im rituellen Kontext, in Schulen oder auch in der eigenen Familie stattfindet, weil sie es sich einfach nicht vorstellen können. Aber nur weil die alleinige Vorstellung von dem was viele Kinder täglich erleben zu verstörend ist, ist es trotzdem für viele Alltag, es ist die Realität in der tausende Kinder aufwachsen müssen und nicht nur der ,,Einzelfall " aus den Nachrichten.

(anonym)

Überlebende sexualisierter Gewalt sind weder Sozialschmarotzer noch Asoziale. Ich wurde durch die Tat(en) ausgegrenzt aus der sozialen Gemeinschaft, stigmatisiert und in das Sozialhilfesystem abgeschoben. Ich fordere Opferschutz statt Tätermitleid. Die zivile und kirchliche Gemeinschaft muss jederzeit ein sicherer Ort für alle Menschen sein.

(anonym)

Ich wünsche mir ein unabhängiges bundesweites Netzwerk von und für Überlebende, welches sich aus regionalen Gruppen zusammensetzt. Es wäre toll, wenn das gelingt.

(anonym)

An vielen Stellen in Deutschland kämpfen Betroffene alleine oder in kleinen Gruppen für die Prävention vor sexuellem Missbrauch. Endlich gibt es einen Weg, uns zu vernetzen und so unseren Stimmen umso mehr Kraft zu verleihen. Für eine Gesellschaft, in der über sexuellen Missbrauch geredet wird, und in der Täter keinen Platz mehr finden.

(anonym)

Sexueller Missbrauch verfolgt Betroffene ein Leben lang. Aber je mehr man sich der Folgen bewusst wird, desto eher kann man an ihnen arbeiten und damit leben.

(Ferdinand Saalbach)

Nur wenn wir alle gemeinsam hinsehen, den Kindern in unserem privaten und beruflichen Umfeld aufmerksam und offen begegnen, haben Opfer von sexuellem Missbrauch eine Chance, wahrgenommen zu werden und Unterstützung zu erhalten. Es ist unser aller Verantwortung, Kinder vor solch‘ schrecklichen Übergriffen zu schützen.

(anonym)

Das Unglaubliche ist solange unglaublich wie es verschwiegen, mystifiziert und beschämt wird. Wenn wir es enttabuisieren dann ist es in den Köpfen der Menschen nicht mehr so weit weg.

(Anonym)

Das Unglaubliche ist solange unglaublich wie es verschwiegen, mystifiziert und beschämt wird. Wenn wir es enttabuisieren dann ist es in den Köpfen der Menschen nicht mehr so weit weg.

(Anonym)

Der tägliche Kampf Überlebende sexueller Gewalt kämpfen täglich. Wir kämpfen gegen Flashs, gegen Alpträume, gegen Panikattacken, gegen die innere Leere, gegen die Verzweiflung, gegen Schmerzen, gegen Suizidgedanken, gegen Schuldgefühle, gegen den Drang, uns selbst zu verletzen, gegen das Unverständnis unserer Umwelt...

(anonym)

Ich finde es wichtig, dass Netzwerkstellen als niederschwellig zugängliche Anlaufstellen errichtet werden. Eine Beratung rund ums Thema sexualisierte Gewalt sollte in einem Stadtbild genauso etabliert sein, wie z.B. eine Verbraucherzentrale. Prävention und Intervention und die Erfahrungen der betroffenen Menschen müssen ineinanderübergreifen und gemeinsam gedacht werden.

(Sara Wiese)

Gebt den Betroffenen ihre Würde zurück indem ihr sie in ihrer Stärke und Unversehrtheit vorbehaltlos anerkennt und akzeptiert.

(Tara)

Betroffene sexualisierter Gewalt sind in erster Linie Menschen. Menschen, wie alle anderen auch. Wir gehören nicht an den Rand der Gesellschaft. Wir sind Teil davon.

(Sarah Rodriguez)

Schicksale sind unterschiedlich, Leid ist unterschiedlich, Betroffene sind unterschiedlich. Aber uns eint der Wunsch, dass wir etwas zum Besseren verändern wollen.

(anonym)

„Betroffene brauchen unbürokratische Hilfe, schnell und unkompliziert - es muss Ihnen geglaubt werden - die Folgen sind gravierend und behindern das gesamte Leben - Es braucht Aufklärung über die facettenreichen Folgen von sexualisierter Gewalt“

(Rahel Alazza)

Mir geht es jetzt meistens gut, weil mir im Alter von sechs Jahren von einer erwachsenen Person (meiner Mutter) geglaubt wurde.

(Jolyn Muijsers)

Ich bin durch die Aufarbeitung meines sexuellen Missbrauchs ein ganz anderer Mensch geworden. Selbstsicherer! Jedoch ist die Veränderung nicht immer nur von Vorteil (z. B. in einer Beziehung!).

(Johannes Post)

Sexueller Missbrauch findet in deinem Umfeld statt - informiere dich darüber und schau nicht weg!

(Stefanie Boehm)

"Du bist nicht deine Geschichte, du bist so viel mehr und ein glückliches Leben ist auch trotz der Verletzungen aus dem Missbrauch wieder möglich"

(Stefania Stockmann)

"Die Familie ist der gefährlichste Ort für Kinder" "Schweigen ist Mist, reden ist Gold" "Wir haben lebenslänglich... bis zum letzten Atemzug..."

("willi-hilli`s")